Stiftung Würzburger Bildungsfonds

Gründung der Stiftung im Januar 2022

Im Januar 2022 ist aus unserem "Projekt" Würzburger Bildungsfonds eine Unterstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung entstanden.
Ein größerer Geldbetrag, der der Bürgerstiftung aufgrund des letzten Willens von Frau Rita Hammerich zufiel, wurde zur Gründung der neuen Stiftung Würzburger Bildungsfonds - in Gedenken an Berthold Lutz und Rita Hammerich zugewendet. Berthold Lutz und Rita Hammerich haben über viele Jahre hinweg zusammengearbeitet und waren eng miteinander verbunden, die neu gegründete Unterstiftung trägt deshalb ihrer beider Namen.

Bereits zu Lebzeiten war es ein besonderes Anliegen der Verstorbenen, die (Aus-) Bildung von Kindern zu fördern, denn Bildung war ihnen extrem wichtig. Dabei hatten sie vor allen Dingen die Förderung sozial benachteiligter Kinder im Blick. Gleiche Chancen für alle waren ihnen wichtig. Aus diesem Grund war und ist der Bildungsfonds für die Erfüllung dieser Zielvorgaben die ideale Plattform.
Seit 2016 fördert der Würzburger Bildungsfonds Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihres familiären oder sozialen Hintergrunds benachteiligt sind, direkt und niederschwellig in mittlerweile zehn Grund- und Mittelschulen in Würzburg und Umgebung. Jährlich erhalten die teilnehmenden Schulen 5.000 Euro von der Bürgerstiftung, die sie eigenverantwortlich zur Unterstützung ausgewählter Schülerinnen und Schüler verwenden können.

Zielgerichtet und ohne kompliziertes Antragsverfahren!

Die Entscheidung über die jeweiligen Fördermaßnahmen treffen die Lehrkräfte hierbei selbst. Denn sie kennen „ihre“ Kinder und deren soziales und familiäres Umfeld meist gut und wissen am besten, wo geholfen werden muss.

Alles Wissenswerte zum Würzburger Bildungsfonds lesen hier hier.

Portrait Berthold Lutz

Berthold Lutz ist am 3 . Januar 1923 in Würzburg geboren, machte 1941 Abitur und war ab 1942 als Pilot im Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Nach kurzer Kriegsgefangenschaft nahm er ein Theologiestudium in Würzburg auf und wurde 1949 zum Priester geweiht. Anschließend war Lutz Kaplan in Würzburg-Heiligkreuz und Mömlingen.

1953 wurde er für literarische Arbeiten freigestellt. In dieser Zeit verfasste er eine Reihe von Jugendbüchern und redigierte die zwei Jugendzeitschriften „Unser Guckloch“ und „Der Leuchtturm“, die in dem von ihm mitbegründeten Arena-Verlag erschienen sind. Insgesamt erreichten seine 22 Bücher eine Auflage von über einer Million Exemplaren.

1956 beauftragte ihn Bischof Julius Döpfner mit dem Aufbau einer Diözesanstelle für kirchliche Bücherei- und Öffentlichkeitsarbeit. Innerhalb von zwei Jahren entstanden 260 Pfarrbüchereien. 1958 kamen in Würzburg der „Bücherzoo“ für Kinder und Jugendliche am Johanniterplatz und die „Buch-Etage“ für Erwachsene in der Theaterstraße dazu. 1975 wurden beide Einrichtungen in der Liborius- Wagner-Bücherei am Kürschnerhof zusammengeführt. Während der Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland von 1971 bis 1975 in Würzburg hat Lutz das Pressezentrum geleitet. In der Diözese Würzburg legte er die Fundamente für eine professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Von 1985 bis 1987 förderte und begleitete er als Beauftragter der Freisinger Bischofskonferenz für die neuen Medien den Aufbau der Privatfunkaktivitäten in den bayerischen Diözesen. Auch die Gestaltung des „Kirchenzelts“ auf der Mainfrankenmesse gehörte viele Jahre zu seinen Aufgaben. Als Medienreferent des Bistums war Lutz verantwortlich für alle in der Medienarbeit tätigen Einrichtungen von der AV-Medienzentrale über die Fachstelle für Büchereiarbeit, das Würzburger katholische Sonntagsblatt, die Pressestelle des Ordinariats, das Referat Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarrgemeinde bis zu den Redaktionen für lokalen Hörfunk, TV und Internet. Mehr als 40 Jahre wirkte er außerdem als Hausgeistlicher bei den Maria-Ward-Schwestern in Würzburg.

Von 1983 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1998, den er in Würzburg verbrachte, hatte Lutz als Ordinariatsrat Sitz und Stimme im Allgemeinen Geistlichen Rat.

1983 war Berthold Lutz zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt, 1991 mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet worden. Am 2. Juni 2013 ist er im Juliusspital in Würzburg gestorben.
 

Portrait Rita Hammerich

Rita Hammerich, geboren am 26. Juni 1937 in Würzburg, machte nach dem Besuch der Volksschule und der Mittelschule der Ursulinen von 1953 bis 1955 eine Ausbildung zur Verlagskauffrau im Arena-Verlag in Würzburg. 1956 trat sie in den Dienst der Diözese Würzburg als erste und zunächst einzige Mitarbeiterin der neu entstehenden Diözesanstelle für kirchliche Bücherei- und Öffentlichkeitsarbeit. Zusammen mit Berthold Lutz baute sie die Büchereiarbeit im Bistum Würzburg auf, 1968 wurde sie zur Geschäftsführerin bestellt. 1989 übernahm sie die Leitung der Katholischen Büchereiarbeit im Bistum Würzburg, die sie bis zu ihrem Ruhestand innehatte.
Nicht nur am Aufbau der Bücherei- und Öffentlichkeitsarbeit der Diözese Würzburg war sie als „rechte Hand“ von Berthold Lutz maßgeblich beteiligt, sondern auch an der publizistischen Begleitung der Gemeinsamen Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland, die von 1971 bis 1975 in Würzburg tagte.
Neben ihrer beruflichen Tätigkeit bildete sich Rita Hammerich kontinuierlich weiter, belegte Sprachkurse, machte beispielsweise eine Ausbildung zur Werbefachkraft, besuchte ab 1979 das Abendgymnasium und erlangte 1983 die Allgemeine Hochschulreife. Ein Studium der Kunstgeschichte schloss sich an.
1999 trat sie in den Ruhestand, den sie in Würzburg verbrachte. Am 2. November 2018 ist sie im Elisabethenheim in Würzburg gestorben.

Stiftungsvermögen Stiftung Würzburger Bildungsfonds

Der Geldbetrag in Höhe von 250.000 Euro für den Grundstock der Stiftung stammt von den Verstorbenen .

Unser Ziel für den Würzburger Bildungsfonds: Viele Partner tun sich zusammen, um sich gemeinsam für mehr Chancen zur Bildungsteilhabe für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Würzburg und Umgebung einzusetzen.

Der Bildungsfonds soll auf Dauer bestehen. Stiftungen, Unternehmen, Service-Clubs, Privatpersonen... alle können durch ihr Engagement dazu beitragen.

Möchten Sie auch Stifter*in werden?

Es gibt mehrere Möglichkeiten!

Unterstützung durch Zustiften

Mit einer Zustiftung zur Erhöhung unseres Grundstockvermögens leisten Sie einen langfristigen und nachhaltigen Beitrag zum Erfolg der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung. Bereits ab 250.000 Euro können Sie unter dem Dach der Bürgerstiftung Ihre eigene, unselbstständige Stiftung gründen und dabei unsere Verwaltungseinrichtungen mitnutzen.
Natürlich können Sie in diesem Fall den Zweck Ihrer Stiftung selbst bestimmen. Mehr Informationen geben wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Individueller Stiftungsfonds

Liegt Ihnen ein bestimmter Lebensbereich besonders am Herzen? Dann könnte die Gründung eines Fonds für Sie die richtige Möglichkeit sein, unsere Arbeit zu unterstützen. Dabei definieren Sie vertraglich die zentralen Zwecke, zu Gunsten derer das Fondsvermögen investiert werden soll.
Ihr Fonds wird dann als gesondertes Fondsvermögen innerhalb des Stiftungskapitals geführt. Ein Beispiel dafür ist unser Würzburger Bildungsfonds, der im Jahr 2016 auf Initiative von Lucia Rühling gegründet wurde. Wir beraten Sie gerne.

Helfen durch Testament

Wenn Sie, auch über Ihren Tod hinaus, Menschen helfen wollen; wenn Sie neben Ihren Angehörigen zusätzlich Menschen bedenken möchten, die Hilfe brauchen, dann können Sie die Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung in Ihrem Testament als Erbin, Teilerbin oder Vermächtnisnehmerin für einen bestimmten Betrag oder Vermögenswert einsetzen.
Ihr Andenken bleibt so auf immer gewahrt. Diese Zuwendungen sind immer erbschaftssteuerfrei. Sprechen Sie uns an, wir stehen für ein vertrauliches und unverbindliches Gespräch jederzeit zur Verfügung.