Peter-Böger-Stiftung

Dem Würzburger Bürger Peter Böger war es wichtig, auch über seinen Tod hinaus den Menschen in der Region Würzburg etwas Gutes zu tun.

Unter der Trägerschaft der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung entstand deshalb in Umsetzung seines letzten Willens eine Unterstiftung mit einem klar formulierten Stiftungszweck:
Die dauerhafte Förderung der beiden Hochschulen in Würzburg, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) sowie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) im Bereich der digitalen Medien.
Hierzu benannte der Stifter vor allem die Förderung von Wissenschaft und Forschung insbesondere durch:

Die Anschaffung und Förderung der Verwendung neuer Medien an der JMU

Die Anschaffung und Förderung der Verwendung neuer Medien an der FHWS

Die Förderung von Projekten und Kooperationen der beiden Hochschulen mit Rundfunk- und Fernsehsendern, insbesondere dem Deutschlandfunk – Ein Programm der Deutschlandradio K.d.ö.R., Köln.

Portrait Peter Böger

Ein Würzburger offen für die Welt

Zeit seines Lebens hat sich der in Würzburg geboren und aufgewachsene Peter Böger für andere Länder, andere Kulturen und andere Sprachen interessiert. So war es dann nur folgerichtig, dass er nach dem Abitur zunächst Geografie und Spanisch studierte und dafür nach Berlin zog. Später ergänzte er dies noch durch ein Aufbaustudium in Kulturgeografie.
Nach dem Studium zog es ihn hinaus in die Welt: Zwei Jahre verbrachte er in Barcelona und bereiste fremde Länder, bevor er nach einem kurzen Zwischenstopp in Frankfurt zurück in das großelterliche Haus am Ringpark in Würzburg zurückkehrte.
Hier eröffnete er im Oktober 1977 sein eigenes Reisebüro, welches auch heute noch an gleicher Stelle existiert. Die Geografie blieb sein Steckenpferd, so organisierte er viele Reisen für interessierte Kunden an die unterschiedlichsten Stellen der Welt und baute sich so ein Netzwerk an internationalen Freunden auf, mit denen er bis zuletzt in regelmäßigem Kontakt blieb.

Immer auch an andere gedacht

Trotz seines großen Interesses für andere Kulturen blieb er seiner Heimatstadt immer treu. Freunde beschreiben ihn als sozial engagierten Menschen, der sich schon zu Lebzeiten für die Belange und Nöte anderer einsetzte. Auch die hiesige Kultur verlor er nicht aus den Augen, die Übernahme einer Stuhlpatenschaft im Chambinzky Theater ist nur eine von vielen Aktionen, an die man sich erinnert.
Krankheitsbedingt musste Peter Böger seine aktive Tätigkeit im Reisebüro bereits mit 50 Jahren aufgeben, er blieb aber bis zu seinem Tod am 27. November 2013 in seiner Wohnung oberhalb der Geschäftsräume mit Blick in die Baumwipfel des Ringparks wohnen.

Eine eigene Stiftung : Junge Menschen im Fokus

Sehr wichtig war ihm stets die Bildung von jungen Menschen. Er selbst war offen für Neues, für Wissenschaft und Forschung, insbesondere für digitale Technik, dies sollte auch der jungen Generation ermöglicht werden. Vermutlich auch aus diesen Beweggründen fasste er bereits relativ früh den Entschluss, sein gesamtes Vermögen nach seinem Ableben in eine Stiftung zu überführen, die genau dies dauerhaft ermöglichen sollte.
Die Gründung der Peter-Böger-Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung stellte sich als ideale Lösung heraus, konnte doch der Stiftungszweck frei gewählt, eigenständig bestimmt und dauerhaft garantiert werden. Der ansonsten sehr hohe Verwaltungsaufwand einer Stiftungsgründung war für Peter Böger gering: alle notwendigen Schritte von der Beratung bis hin zur endgültigen Verwirklichung wurden von der Bürgerstiftung übernommen. Seine Freunde erzählen, dass er "froh und beruhigt" war, dass er seinen innigsten Wunsch noch zu Lebzeiten realisieren konnte.

Stiftungsvermögen Peter-Böger-Stiftung

Ehemaliges Wohnhaus des Stifters ermöglicht Förderungen über den Tod hinaus

Das Stiftungsvermögen der Peter-Böger-Stiftung besteht im wesentlichen aus einem Mehrfamilienhaus in Würzburg. In Übereinstimmung mit dem letzten Willen des Erblassers wurde es in den Jahren 2017 bis 2019 auch mit Mitteln aus dem Erbe aufwendig saniert.

Mit den Mieteinnahmen der 14 Wohnungen und dem Reisebüro im Erdgeschoss wird seit Frühjahr 2021 zukünftig regelmäßig der Stiftungszweck erfüllt. Eine Gedenktafel am Eingang erinnert an den langjährigen Bewohner des Hauses und großzügigen Stifter.

Möchten Sie auch Stifter*in werden?

Es gibt mehrere Möglichkeiten!

Unterstützung durch Zustiften

Mit einer Zustiftung zur Erhöhung unseres Grundstockvermögens leisten Sie einen langfristigen und nachhaltigen Beitrag zum Erfolg der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung. Bereits ab 250.000 Euro können Sie unter dem Dach der Bürgerstiftung Ihre eigene, unselbstständige Stiftung gründen und dabei unsere Verwaltungseinrichtungen mitnutzen.
Natürlich können Sie in diesem Fall den Zweck Ihrer Stiftung selbst bestimmen. Mehr Informationen geben wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Individueller Stiftungsfonds

Liegt Ihnen ein bestimmter Lebensbereich besonders am Herzen? Dann könnte die Gründung eines Fonds für Sie die richtige Möglichkeit sein, unsere Arbeit zu unterstützen. Dabei definieren Sie vertraglich die zentralen Zwecke, zu Gunsten derer das Fondsvermögen investiert werden soll.
Ihr Fonds wird dann als gesondertes Fondsvermögen innerhalb des Stiftungskapitals geführt. Ein Beispiel dafür ist unser Würzburger Bildungsfonds, der im Jahr 2016 auf Initiative von Lucia Rühling gegründet wurde. Wir beraten Sie gerne.

Helfen durch Testament

Wenn Sie, auch über Ihren Tod hinaus, Menschen helfen wollen; wenn Sie neben Ihren Angehörigen zusätzlich Menschen bedenken möchten, die Hilfe brauchen, dann können Sie die Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung in Ihrem Testament als Erbin, Teilerbin oder Vermächtnisnehmerin für einen bestimmten Betrag oder Vermögenswert einsetzen.
Ihr Andenken bleibt so auf immer gewahrt. Diese Zuwendungen sind immer erbschaftssteuerfrei. Sprechen Sie uns an, wir stehen für ein vertrauliches und unverbindliches Gespräch jederzeit zur Verfügung.